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Selbstkritik


Es gibt Menschen, die außergewöhnlich begabt sind, deswegen außergewöhnliche Leistungen vollbringen jedoch durchaus dazu in der Lage sind über ihre eigenen Werke kritisch zu reflektieren und Fehler einzugestehen. Es gibt sogar Menschen deren Hang zur Selbstkritik so weit geht, dass er sich nicht mehr konstruktiv sondern destruktiv auf die Leistung ausübt. Eindeutig nicht zur letztgenannten Gruppe gehört die Trainerin der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft. Sylvia Neid, eine weltweit anerkannte Fachfrau mit herausragenden Erfolgen, hatte bis jetzt wenig Grund sich selbst in Frage zu stellen. Im Verband sah dazu berechtigterweise auch niemand Anlass, der DFB verlängerte ihren Vertrag vor der WM bis 2016. Alles schien zu laufen wie auf Schienen, mit der Endstation Frankfurt und der erfolgreichen Titelverteidigung. Dann kam jedoch der Prellbock in Gestalt der japanischen Nationalmannschaft, und der Hochgeschwindigkeitszug mit Lokführerin Neid entgleiste schon auf halber Strecke von Berlin nach Frankfurt im Viertelfinale in Wolfsburg.

Dass die entscheidende Weichenstellerin dabei Sylvia Neid hieß, möchte die Lokführerin Sylvia Neid lieber nicht gesagt bekommen. Stattdessen moniert sie die mangelhafte mentale Verfassung der Spielführerin Birgit Prinz, die Verletzung der Schlüsselspielerin Kim Kulig und den schwachen Auftritt der Einwechselspielerin Alexandra Popp. Dabei gab die Trainerin selbst bei allen drei Personalien eine unglückliche Figur ab. Die öffentliche Demontage der langjährigen Kapitänin Prinz geht auf die Kappe der Bundestrainerin, die sich mehrfach ausführlich über die schlechte Verfassung der einstigen Weltklassespielerin ausließ. Die Wechsel, die sie im Anschluss an die Verletzung Kuligs vornahm, ließen einen klaren Plan vermissen und irritierten die beteiligten Spielerinnen. Die Entscheidung die junge Popp statt Prinz in der entscheidenden Phase des Spiels zu bringen war mutig. Hätte sie getroffen, wäre Neid gehuldigt worden, die unbekümmerte Duisburgerin jetzt aber öffentlich an den Pranger zu stellen zeugt von wenig Souveränität.

14.7.11 11:14
 


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